eins.sieben.drei - der Literaturpodcast

Neue Folgen und Vorfreude auf das Literaturfestival BuchBasel!

Kurz vor der Verleihung des Schweizer Buchpreises haben wir eine neue Folge aufgenommen. Und zwar über das für diesen Preis nominierte Buch von Thomas Duarte WAS DER FALL IST.

Wir gratulieren allen Autor:innen auf der Short-List, Martina Clavadetscher, Michael Hugentobler, Veronika Sutter und Thomas Duarte herzlich zur Nomination und wünschen allen eine schöne Buchpreis Verleihung.

Viel Spass beim Zuhören und schreibt gerne wie ihr die neuen Folgen findet oder schickt eine Mail mit Buchtipps und Anregungen an mail@einssiebendrei.ch

Herzliche Grüsse Marion, Christoph und Lucien

Als nächstes folgt «Grösser als Du» von Veronika Sutter

Staffel DREI

(20) Wie ein Mann von Gestern - mit Thomas Duarte

Ein Mann erscheint mitten in der Nacht auf einem Polizeiposten, erzählt eine Geschichte, die mehr und mehr ins Skurrile abgleitet. In der etwas erzählt wird von einer seltsamen Bürotätigkeit, verquastem Sex, und in der Frauen wie Tiere beschrieben werden. Eine Geschichte, die im Nichts beginnt und im Nichts endet, und in der drei Unschuldige ihre Existenz verlieren. Darüber gibt es viel zu rätseln, finden Marion Regenscheit, Lucien Haug und Christoph Keller, und sie versuchen, das Rätsel zu ergründen.

(19) Depression ist eine Wut - mit Levin Westermann

Vielleicht ist es ein Gedicht, vielleicht ein Gebet, vielleicht ein Manifest - ganz einig sind sich Lucien Haug, Marion Regenscheit und Christoph Keller bei Levin Westermanns verdichtetem Ablauf von 22 Tagen nicht. Aber sie freuen sich über diese innere Düsternis, die sich in diesem Band breit macht, weil dahinter doch möglicherweise eine lichte, andere Dimension hervorscheint - die Möglichkeit, dass man oder frau aufsteht und sich der Welt zuwendet, ganz. Lesen Sie «Farbe Komma Dunkel» selber und sagen uns, was Sie dazu für Gedanken haben!

Staffel ZWEI

(18) Ungeerdet daheim - mit Judith Hermann

Eine Frau im mittleren Alter, die sich in einem einsamen Haus am Rande des Meeres niederlässt. Nicht angekommen, auch nicht verloren, aber gefangen in einem seltsamen Zwischenraum, in dem vieles passiert und doch nichts. Eine seltsame Affaire, eine etwas umtriebige Nachbarin, ein bizarr verliebter Bruder - das alles verwebt Judith Hermann in «Daheim» zu einem feinen Geflecht von Beziehungen und unsicheren Erinnerungen. Und für einmal sind sich Marion Regenscheit, Lucien Haug und Christoph Keller einig - ein fabelhaftes Buch voller Kisten. Mit einer Lesung von Judith Hermann aus dem Hörverlag.

(17) Insel der Überlebenden - mit Johanna Lier

Sie flüchten vor Krieg, Hunger und Unterdrückung - und werden auf einer Insel zu Überlebenden, mehr nicht. Johanna Lier schildert in ihrem literarischen Bericht «Amori. Die Insel» vom unwürdigen Dasein der Menschen im Lager Moria auf Lesbos, mit eindringlichen Gesprächen, präzisen Beobachtungen und mit mehr Fragen, als zuweilen zumutbar sind. Ein Buch in der Tradition der «literature engagée», findet Christoph Keller. Lucien Haug kommt der Erzählfigur näher, mit der wiederum Marion Regenscheit ihre Schwierigkeiten hat. Und alle sind sich einig, dass sie viel gelernt haben in und an diesem Buch.

(16) Unkaputtbar kaputt - mit Jessica Jurassica

In Jessica Jurassicas Erstling «Das Ideal des Kaputten» geht es – typisch Pipliteratur – um sehr Gegenwärtiges und das sich darin herumgammeln. Es startet mit einem Drogentrip in den Amazonas, es gibt mittelmässige bis schwierige Liebhaber, eine Jugend im Appenzeller Chrachen, eine miese, machistische Presse, unspektakulärer Sex usw. Ausserdem ist der Geruch in diesem Sommer seltsam. In Jessica Jurassicas Buch ist so gut wie alles kaputt - nur macht die Autorin daraus zu wenig, findet Christoph Keller, während Marion Regenscheit den Ansatz von weiblicher Popliteratur lobt, und Lucien Haug sich über das Versteckspiel der Autorin freut.

(15) Ein Roman ist kein Roman ist ein Roman - mit Claudia Durastanti

Wir sprechen in dieser Folge über «Die Fremde» von Claudia Durastanti. Die Hauptfigur des Buchs wächst als Kind von taubstummen Eltern auf, inmitten von Gewalt, Unsicherheit, mit wechselnden Wohnsitzen in Italien und in New York. Sie erlebt die Wirrungen einer mafianahen Familie, leidet unter einem gewalttätigen Vater, und die Mutter steht auch ziemlich unsicher im Leben. Claudia Durastantis Protagonistin entkommt dem allem ziemlich unversehrt - was Fragen aufwirft, auch nach der Form dieses Buchs. Ob das ein Roman ist? Oder eine Autobigraphie? Lucien Haug findet, dass das keine Rolle spielt, Marion Regenscheit fühlt sich beim Lesen mit der Frage konfrontiert, ob das nun Fakten oder Fiktionen sind, und Christoph Keller behauptet, das sei so gewollt.

(14) Zettel im Kopf - mit Michael Hugentobler

Wir sprechen über «Feuerland», der zweite Roman von Michael Hugentobler. Auf vielen Zetteln hat der Missionsarssohn Thomas Bridges die wunderbaren Wendungen in der Sprache der Yamana notiert, eines hinwegsterbenden Volks in Feuerland. Mit vielen Zetteln in einem Koffer und im Kopf ist er unterwegs zwischen Feuerland und Europa, schreibt schliesslich ein Wörterbuch. Das kostbare Buch versucht der «Völkerkundler» Ferdinand Hestermann später vor dem Zugriff der Nazis zu retten - in die Schweiz. In Thomas Hugentobler Roman wimmelt es von skurrilen Figuren, aberwitzigen Begegnungen, und es bleibt immer unklar, was dokumentarisch ist und was nicht. Darin liegt ein Problem, sagt Lucien Haug, während Christoph Keller in «Feuerland» durchaus ein politisches Buch sieht; Marion Regenscheit hingegen irritiert doch immer wieder die Erzählperspektive des Autors.

(13) Verdichtete Sprache - Mayröcker, Liebert, Gomringer, Xosewist, Böhmermann

Wir reden über Dichtung, über verdichtete Sprache, über Lyrik. Über den Rausch beim Lesen von Lyrik, und was sie mit unserem Körper macht, mit unserer Lust am Wort und darüber hinaus. Wir reden über Friederike Mayröcker «da ich morgens und moosgrün. Ans Fenster trete» (9:40), über Juliane Lieberts «Lieder an das grosse Nichts» (22:44) , über «Gottesanbieterin» von Nora Gomringer (35:50), über «Leipzigيّاt» von Xoşewîst (47:11) und über «Gefolgt von niemandem, dem du folgst» von Jan Böhmermann (59:00). Fünf Bücher die uns berauscht haben, beflügelt, und dazu animiert haben, uns über das verdichtete Schreiben Gedanken zu machen. Elliptisch, etwas wahnsinnig, nicht ohne Pathos und Humor schauen wir auf die Bilderwuch und Verwirrungskaskaden dieser Autor*innen.

(12) Die nackte Wahrheit - über Christian Kracht

«Eurotrash» heisst der langersehnte neue Roman von Christian Kracht. Während er von der Kritik teilweise als «mutig», ebenso «leichtfüssig» wie «erhellend» bezeichnet wird, sind wir unsicher: Genial? Oder werden wir da gerade vom Autor an der Nase herumgeführt? Der etwas morbide Roadtripp durch die Schweiz soll die Fortsetzung von «Faserland» sein, dem ersten Roman Krachts, aber das ist ebenso ungewiss, wie eigentlich alles in diesem Buch. Marion Regenscheit hält «Eurotrash» für eine Form von dandyhaftem Trash und ist ambivalent. Christoph Keller findet, dass Kracht mit diesem Buch gelinde gesagt ungute Diskurse bedient, und Lucien Haug sagt endlich die nackte Wahrheit über Christian Kracht.

(11) Ich wäre eine andere – mit Mithu Sanyal

Professorin Saraswati ist nicht, was sie vorgibt. Ist nicht eine Frau mit indischen Wurzeln, den braunen Teint hat sie sich zugefügt, ihre Vergangenheit ist Fake. Als das auskommt, gibt es einen Skandal - und es kommt zu wütenden Reaktionen von Studierenden, der Öffentlichkeit, zu einem Shitstorm. Mittendrin ist Nivedita, alias Identitti, eine Bloggerin und die Lieblingsstudentin von Saraswati - sie wird fortgerissen im Strudel der Ereignisse und versucht, eine eigene Haltung zu finden. Ein dringend notwendiger, lesenswerter und im besten Sinn lehrreicher Roman zur Debatte um die postidentitäre Existenz, finden alle drei Kritiker:innen, Marion Regenscheit, Lucien Haug und Christoph Keller

(10) Wenn sich Cyborgs erinnern – mit Martina Clavadetscher

Drei Frauen, drei Geschichten. Da ist Iris, die in Manhattan durch ihr Penthouse tigert undvoller Ungeduld auf die nächste Dinnerparty wartet, weil sie da wieder erzählen wird. Von ihrer Halbschwester Ling, die in einer Sexpuppenfabrik im Südosten Chinas arbeitet und künstliche Frauenkörper auf Herstellungsfehler kontroliert, bevor sie sich abends bei Filmklassikern in ihre Einsamkeit zurückzieht. Und im alten patriachischen Europa folgt Ada ihren mathematischen Obsessionen, träumt von Berechnungen und neuartigen Maschinen, das Ungeheuerliche stets im Kopf. Ein Roman, der vielleicht von einem Cyborg geschrieben wurde, befürchtet Lucien Haug, während Marion Regenscheit sich unsicher ist, ob sich Roboter wirklich emanzipieren können; und Christoph Keller hat das Buch in einem Zug gelesen, viel zu schnell. Wir sprechen über diese drei Frauen in drei Welten und mit Martina Clavadetscher, die uns auch aus dem Buch vorliest. Wir alle, die im Buch und wir, die darüber sprechen, machen uns auf die Suche nach einer Antwort – nach dem Kern der Dinge. Und sind alle sind, ohne es zu ahnen, miteinander verbunden.

Staffel EINS

(9) Trauern, aber dann – mit Anna Stern

Wie trauern um eine geliebte Person, und um eine, die so jung stirbt. Wie trauern um eine Jugendfreundin, um einen Jugendfreund, die mit einem Mal aus dem Leben gerissen werden. Anna Stern, Trägerin des Schweizer Buchpreises 2020, zeigt in ihrem Roman auf, welche Suchbewegungen die Trauer macht - und was danach kommt. Marion Regenscheit fand die Lektüre zugleich anstrengend wie auch (im letzten Teil) befreiend, Christoph Keller fühlte sich zeitweilig verloren, und Lucien Haug stellt fest, dass sich der Text da und dort gegen die Autorin verschwört. Ein Buch zum trauern, und zum wieder aufbrechen. Spotify

(8) Voyeurismus und Kuscheltiere – mit Samanta Schweblin

Die Welt in «Hundert Augen» von Samanta Schweblin ist besiedelt von sogenannten Kentukis. Kentukis sind Kuscheltiere und so etwas wie Low-Tech-Apparate, die sich zwar fortbewegen können, aber nicht sprechen, und sie können vor allem eins: den Menschen, bei dem sie wohnen, beobachten. Was sie sehen, landet bei einer anderen Person irgendwo auf der Welt auf dem Bildschirm, diese Person erhält also intimen Einblick ins Leben der Person, die einen Kentuki besitzt. Und so sind Kentuckys in Samanta Schweblin Roman Apparaturen, die eine Barriere überwinden: zwischen dem eigenen Leben und dem Leben der anderen. Kein Roman über Technologie, findet Christoph Keller, aber einer, der unser Bedürfnis nach Entgrenzung und auch nach Dominanz (und dominiert werden) aufzeigt, findet Marion Regenscheit. Während sich Lucien Haug aufregt über Verlage, die auch jedes Buch als eine düstere technische Dystopie verkaufen wollen. Dazu das Gespräch mit der Autorin, und die Übersetzung von Isabelle Stoffel. Spotify

(7) Gestrandete Lieben – mit Meral Kureyshi

Sie liebt, und sie liebt auf eine vielfältige, intensive Art, die Protagonistin in Meral Kureyshis Roman «Fünf Jahreszeiten». Aber die Männer um sie herum haben ihre Tücken, jeder für sich, und die Ich-Erzählerin findet sich immer wieder gestrandet; und so fliesst mancher Moment, manche Gelegenheit und auch manches Gefühl davon. Überhaupt sei das ein Flussbuch über die Liebe, sagt Marion Regenscheit, und während Christoph Keller einiges zu sagen hat über die Unzulänglichkeiten der Männer, findet Lucien Haug, «Fünf Jahreszeiten» sei der Liebesroman des Jahres. Spotify

(6) Schlingen einer Ehe – mit Gabriella Zalapi

Sich befreien aus den Schlingen einer Ehe, einer Familie. Darum geht es Antonia, der Protagonistin in Gabriella Zalapìs Roman «Antonia, Tagebuch 1965-1966», ein schmales, aber kein leichtgewichtiges Buch. Denn die Last der Familie liegt schwer auf Antonia, und es brauchte einen merkwürdigen Fund, um einen Prozess in Gang zu setzen, der Antonias Leben vollständig verändert. Ein Buch der starken Frauen, findet Marion Regenscheit, Christoph sieht vor allem den Verrat der Männer, und Lucien fragt sich, ob sich hier der Text nicht auch gegen die Autorin verbündet. Dazu das Gespräch mit der Autorin, mit der Stimme von Isabelle Stoffel. Spotify

(5) Zucker, aber nicht für alle – mit Dorothee Elmiger

Ein Buch wie ein Kaleidoskop, eine Zeitreise und die Umkehrung von Geographien, von Orten. Ein Buch übers Essen und zur Frage, woher der Zucker eigentlich kommt, und warum nicht alle davon kriegen. Ein Buch über die Liebe, und an wem sie sich verschwendet. Das alles ist Dorothee Elmiger, die in «Aus der Zuckerfabrik» eine weitläufige Recherche durchführt. Marion Regenscheit erkennt, dass dieses Buch ins Unendliche fortgesetzt werden könnte, Christoph Keller freut sich darüber, dass die Autorin Max Frisch zerlegt, und Lucien Haug findet heraus, wo der Ort dieses Buches ist. Spotify

(4) Verloren in Hawaii – mit Cihan Acar

Er ist ein Zuschauer, ein Unentschiedener, ein Verlorener, der Kemal Arslan. Noch bis vor kurzem ein aufstrebender Fussballstar, nun mit zertrümmertem Fuss und lebenslänglich spielunfähig in seinem früheren Quartier gelandet, in Hawaii, einem Stadtteil von Heilbronn. Hier durchlebt er vier unentschiedene Tage, zwischen einer alten Liebe und den alten Kumpels, die ihn auf ihre Seite ziehen wollen. Und dann geht die Hölle los. Christoph findet den Roman exemplarisch für die Migrationsgesellschaft, Marion bemerkt, dass hier vor allem Männer vorkommen, und Lucien wundert sich über die eine oder andere Stelle in diesem Buch. Spotify

(3) In Einstellungen leben – mit Marius Goldhorn

«Arnold ging in die Einstellungen», mit diesem Satz beginnt Marius Goldhorns Roman «Park». Alles scheint hier gleich wichtig: Gedanken, Internetrecherchen, Chatprotokolle, Gedichte und random fun facts zu Dinos, Aliens und Ginkos werden in kurzen Hauptsätzen aneinandergereiht. Dabei will Arnold, die Hauptfigur, doch eigentlich nur seine verlorene Liebe Odilie zurück. Dafür reist er nach Athen. Aber zuerst geht er in die Einstellungen. Marion nervt die Passivität und besteht die Challenge nicht. Christoph sucht nach einem neuen Motto für seine radikale Existenz und Lucien erkennt in Arnold einen digitalen Romantik-Helden. Spotify

(2) Der Schweizer am Käse – mit Anaïs Meier

Die kurzen Geschichten, die Anaïs Meier in ihrem Band «Über Berge, Menschen und insbesondere Bergschnecken» erzählt, haben es in sich. Sie nimmt die Schweiz schonungslos auseinander, arbeitet mit präzisen Bildern, zieht den Schweizer am Käse und rüttelt an der Figur der Künzlis und anderen Bünzlis. Im Gespräch sagt Anaïs Meier, da es auch in anderen Ländern und an anderen Orten schwierig sei, könne sie sich ebensogut mit der Schweiz beschäftigen, mit diesem stachligen Land. Und sie hat es auch auf das andere Geschlecht abgesehen, ebenso unerbittlich. Marion Regenscheit ist bezaubert, Lucien Haug ortet einen «Anti-Bärfuss-Text» und Christoph Keller hat seine Challenge halbwegs bestanden. Spotify

(1) Schmerzlos, illusionslos, pastell – mit Leif Randt

Sind wir überhaupt noch in der Lage zu lieben? Wer mietet eigentlich einen Tesla? Und was ist ein Boss Move? „Allegro Pastell“ von Leif Randt ist ein Buch, das sogar über sich selbst sprechen kann. Mit Tanja Arnheim und Jerome Daimler in der Hauptrolle, sie führen eine makellos wirkende Fernbeziehung. Zwischen dem Badmintonspiel, massvollem Drogenkonsum in Berlin, Jogging, Meditation, beruflichem Erfolg und Auswärtsessen im Maintal finden sie eigentlich wenig, woran sie leiden. Lucien Haug, der Leif Randt interviewt hat, Marion Regenscheit, pragmatische Hedonistin, und Christoph Keller, verschwenderischer Romantiker, wollten wissen, was dieses Buch denn zu einem Phänomen macht. Spotify

eins.sieben.drei - der Trailer

Marion Regenscheit, Christoph Keller und Lucien Haug stellen sich und ihren neuen Literaturpodcast vor.

Über die
Macher*innen

Marion
Regenscheit

Marion Regenscheit ist Medien- und Literaturwissenschafterin, Bibliothekarin und Co-Leiterin des Literaturfestivals BuchBasel. Als berufsbedingte Vielleserin legt sie oft Bücher halbgelesen zur Seite. Dank «eins.sieben.drei» kennt sie nun wieder vermehrt deren Enden. Sie freut sich über selbstreflexive Romanstellen, mag Brüche im Text und formale oder mediale Experimente. Themen wie Gender, Diversität und Gleichberechtigung in der Literatur(-Branche) sind ihr ein wichtiges Anliegen.

Lucien
Haug

Lucien Haug ist Autor, Dramaturg und Theatersackmesser. Er schreibt in erster Linie Stücke in deutscher und schweizerdeutscher Sprache. Bei «eins.sieben.drei» übt sich Lucien in doppelten Verneinungen, zitiert selten ungern Elke Heidenreich nicht nicht, liebt es, wenn sich Texte gegen ihre Autor*innen verschwören und will dafür sorgen, dass die Literaturkritik auch von Nichtromanen Wind bekommt. Mehr Infomationen zu ihm und seinem Schaffen gibt es hier

Christoph
Keller

Christoph Keller ist in Perú aufgewachsen, war Reporter bei der WoZ und beim MAGAZIN, zuletzt Leiter der Redaktion Kunst&Gesellschaft bei Radio SRF2 Kultur. Er schreibt Sachbücher, ist aber auch Romanautor im Grenzbereich von fiction und non-fiction. Er hat die Podcastplattform «podcastlab» initiiert und produziert unsere Folgen. Sein Interesse liegt in den Grenzbereichen des Fiktionalen und des Dokumentarischen. Er freut sich über alles, was den Rahmen sprengt, und hat einen diversen, postkolonialen Blick auf die Literaturszene.